Italienische Rollerromantik
Wenn Sie noch nicht bereit für ein Motorrad sind oder das Gefühl des Motorradfahrens ohne den damit verbundenen Aufwand genießen möchten, ist ein Motorroller eine unterhaltsame und kostengünstige Alternative.
Wenn Sie noch nicht bereit für ein Motorrad sind oder das Motorradgefühl haben möchten, aber nicht den ganzen Aufwand haben wollen, der damit einhergeht (spezielle Kleidung, Führerschein, hohe Geschwindigkeit), dann ist ein Motorroller eine unterhaltsame und günstige Alternative. In den Niederlanden erfreut sich die Vespa großer Beliebtheit, in ihrem Ursprungsland ist der trendige Roller jedoch schon seit Jahrzehnten ein Symbol der Romantik.
Der Roller als Sprungbrett in die Realität
Rollerfahren ist deutlich günstiger und eine gute Übung, falls du später auf ein Motorrad (Roller) umsteigen möchtest. So ist die Anschaffung einer Vespa beispielsweise deutlich günstiger als die eines Motorrades und man benötigt außer einem Mofa-Führerschein, einem Helm und einer Roller-Versicherung kaum Zubehör oder gar spezielle Kleidung. In Italien hat man mit schlechtem Wetter deutlich weniger zu tun und fährt lieber in Shorts und T-Shirt durch die Gegend, mit der fast obligatorischen Sonnenbrille auf dem Kopf. In einer Stadt wie Rom, die von Nicht-Italienern oft als No-Go bezeichnet wird, wenn es um das Fahren von Autos, Motorrädern oder Motorrollern geht, ist es ein einziger Ameisenhaufen von Motorrollern, vorzugsweise von der Vespa von Piaggio. Die italienische Version dieses Werkstatthandbuchs ist in jedem Haushalt zu finden.
Starker Hang zur Eleganz
Auf dem italienischen Land sieht man mehr Piaggio Apes. Vespa bedeutet Wespe, Ape bedeutet (Arbeits-)Biene. Die Ape ist auch in den Niederlanden zu sehen, allerdings selten als „ernsthaftes“ Transportmittel. Sie dienen normalerweise als trendige Karren, um für etwas zu werben. Ein Bauer mit Selbstachtung, etwa in der Lombardei oder der Toskana, fährt gerne ungestört mit seiner starken, aber nicht superschnellen Ape durch die Gegend, oft mit einer Autokolonne im Schlepptau. Sowohl Ape als auch Vespa sind Teil der italienischen Kultur geworden. Nachzulesen ist dies im Buch Bella Figura, angelehnt an die Redensart Fare Bella Figura – eine gute Figur machen. Denn Italiener haben ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Eleganz. Auf dem Cover des Buches gibt ein ausgelassener Rollerhelm den Ton an.
Direkt aus dem Showroom
Diese Romantik hat sich bis zu einem gewissen Grad auch auf andere Länder ausgeweitet, obwohl italienische Motorroller in ihrem natürlichen Lebensraum am besten aussehen: den sanften Hügeln und den alten Städten und Dörfern, wo sie einen schönen Kontrast zu den sanften, mediterranen Farben der Architektur bilden. Beim Lesen eines Reiseführers über das Land stoßen Sie auf Bilder hübscher junger Damen und Herren, die auf oder neben ihren Vespas plaudern und ein Eis essen. Meist glänzt es, als käme es gerade aus dem Ausstellungsraum. Sonst würde natürlich kein Italiener ein Foto damit machen.